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„Warum bin ich Trailrunner“ Eine Frage der Leidenschaft Teil 2

Mit unserer Serie „Warum bin ich Trailrunner stellen wir euch vereinzelt Athleten aus unserem Team vor, die Ihre Leidenschaft zum Trailrunning unterschiedlich darstellen. Zudem dürfen wir uns über Weltklasse Athleten freuen, die auf  Anfrage unser Vorhaben unterstützen. 

 

Heute plaudert unter anderem aus dem Nähkästchen Steffen Merkert ,eine Dame die vor kurzen erst den Montane Lappland Arctic Ultra erfolgreich absolviert hat und unsere  ( RunningSimi )Simone Gerstmayer die für uns auf vielen Wettkämpfen als Rasende Reporterin unterwegs ist.

 

 

Allen Viel Spaß beim Lesen

 

 

 

 

 

 

Also, darum bin ich Trailrunner: Laufen begleitet mich ein Leben lang. Ich kann es überall mit hinnehmen. Wo auch immer ich gerade bin, Laufen ist ein Teil von mir. Trailrunning zeigt mir neue Wege. Abseits asphaltierter Straßen führt es mich durch die Natur, ermöglicht mir das Erreichen hoher Gipfel und das Durchqueren tiefer Täler. Beim Trailrunning kann ich im Moment leben und das Leben vollkommen genießen. Es bringt mir Freude, gibt mir Kraft, fordert mich heraus, powert mich aus und lässt mich zur Ruhe kommen. Das alles macht mich zufrieden und dafür bin ich unendlich dankbar.

 

 

https://www.instagram.com/judijumper/

Angefangen mit dem Trailrunning habe Ich circa im Jahr 2013. Eigentlich war der Fußball von klein Auf meine Sportart. Jeden Tag als Jugendlicher von Frühs bis Abends auf dem Bolzplatz. Dann ging es mit 17 Jahren zu den Senioren und der Drang sich in der 1 oder 2 Mannschaft zu beweisen. Gespielt habe ich bis zur Landesliga. Aber leider 2006 mit 25 Jahren der erste Kreuzbandriss mit Meniskusschaden im rechten Knie.
Die erste Op beim örtlichen Orthopäden machen lassen mit der Aussicht definitiv wieder kicken zu können. Dem war nicht so und 1,5 Jahre später wieder beim Fussball der 2 Kreuzbandriss mit Meniskusschaden. Diesmal bei einem Spezialisten operieren lassen und seitdem keine Probleme mehr. Konnte sogar noch etwas 2 Mannschaft und AH kicken. Aber während der Reha Zeit wurde das Mountainbike zu meinem besten Begleiter und so konnte Ich den Fussball aus dem Kopf streichen was am Anfang schon schwer gefallen hat. Die Touren wurden länger, es ging auch mal in die Alpen und so wurde der Ehrgeiz geweckt mal einen Alpencross zu machen. Insgesamt bin Ich bis jetzt 4 mal mit dem Mtb für mich alleine über die Alpen. Irgendwann bin Ich mal bei einer Tour bei einem Berglauf vorbei gekommen, und es hat mich fasziniert wie die den Berg hoch gerannt sind, da Ich ja nebenbei auch immer am Joggen war, wurde der Ehrgeiz geweckt sich auch mal darin zu messen. Und das war die beste Entscheidung, das Feuer für eine neue Sportart war entfacht. Unzählige Urlaube bei der Verwandschaft in Berchtesgaden zum Trainieren und so konnte es im Jahr 2015 zum ersten Wettkampf gehen dem, Zermatt Ultramarathon. Nach dem besuchen weiterer Veranstaltungen sowie den Revierguides vom Trail Magazin war die neue Leidenschaft entfacht und seitdem lässt mich dieser Sport nicht mehr los. Viele neue Bekanntschaften, Freundschaften sind entstanden. Atemberaubende Landschaft ob in den Alpen oder in den Mittelgebirgen wurden unter die Füss egenommen. Am liebsten sind mir mittlerweile die Distanzen 60-120 Km mit ordentlich Höhenmetern.
Trailrunning gibt mir Freiheit Ich kann laufen wann und wo ich möchte. Anders als beim Fussball wo man zu bestimmten Zeiten trainiert hat, wo alles getaktet war. Gerade als Schichtarbeiter und Familienvater kommt mir das sehr entgegen. Auch liebe ich es durch die 4 Jahreszeiten zu laufen. Bei mir gibt es kein schlechtes Wetter, ich laufe immer. Die Natur ist der schönste Fernseher, toll zu sehen wie im Frühling jetzt alles anfängt zu blühen und der Wald riecht. Das gibt mir das laufen. Ich könnte nie einen Marathon in einer Stadt mit zigtausend weiteren Startern auf Asphalt laufen und stier meiner Pace oder der vorgenommenen Zeit hinterher rennen. Das reizt mich überhaupt nicht mehr. Mittlerweile mag Ich die lockere Atmosphäre auf den Trails, ein bisschen Smalltalk, Leute kennenlernen, sich gut und ohne Zeitdruck an den Verpflegungsstellen laben, Zeit nehmen für tolle Fotos und auch mal innehalten und für eine kurze Zeit mal die Aussicht genießen. Und immer wieder neue schöne Landschaften zu erkunden.


Das treibt mich an auch weiterhin den für mich tollsten Sport auszuüben.


https://www.instagram.com/merkertsteffen/

Wieso ich gerne auf den Trails unterwegs bin.

 

Ich liebe es in der Natur zu sein. Abseits von Stress und Hektik vom Job, vom Lärm der Autos und den vielen Menschen. Dem Alltag entfliehen. Einfach die Ruhe genießen. Das Gezwitscher der Vögel zu hören, die Sonnenstrahlen genießen, wenn sie an einem Wintertag durch die Bäume spitzen. Den Rehen und Hasen beim Herumspringen durch den Wald zu beobachten. Den Kopf frei bekommen, wenn man stundenlang über weiche Waldpfade läuft. Hier und da eine Wurzel, ein paar Steine oder Felsen. Für mich bedeutet das Auszeit vom Alltag, ähnlich wie ein Kurzurlaub. Entspannung einfach. Auch wenn es oft anstrengend ist, weil die Berge steil sind oder die Temperatur sehr warm ist. Oder einfach auch, weil der Laufpartner einen pushed und man aus seiner Komfortzone rausgeholt wird und der Puls nach oben schießt, sowie das Tempo schneller ist als man es alleine machen würde. Ich laufe gerne einfach nur um den Kopf frei zu bekommen. Wenn man „im Flow“ ist merkt man oft gar nicht wie die km Anzeige immer höher wird. Meine persönliche Leidenschaft sind die Ultradistanzen. Wahrscheinlich deswegen, weil ich da nicht permanent Vollgas geben muss. Ich laufe dafür eben länger. Da kann so ein Trainingslauf schon mal an die 10h gehen. Auch durch die Nacht. Ich laufe sehr gerne durch die Nacht. Zwar nicht alleine, aber man hat ja seine Laufbuddies, die für solche Aktionen zu begeistern sind.  Es gibt nichts schöneres, als in einer lauen Sommernacht durch den Wald zu laufen. Ich fiebere jedesmal dem Sonnenaufgang entgegen. Das ist mein Highlight. Bei mir in den heimischen Wäldern, wenn der rote Feuerball plötzlich am Horizont durch die Bäume scheint oder hinter den Feldern hervorkommt. Da vergesse ich die 5-8h, die ich manchmal schon in den Beinen habe einfach. Das ist, wie wenn jemand den Zeiger auf Null setzt und man erst gestartet ist. Am allerliebsten genieße ich die Sonnenaufgänge aber in den Alpen. Das ist Gänsehautfeeling der besonderen Art. Da gönne ich mir auch ein paar Minuten und beobachte die rote und hell leuchtende Kuge, wenn sie zwischen den Gipfeln hervorkommt und alles in einem hellen Licht erstrahlt. Es liegt wahrscheinlich dran, dass ich in meiner Kindheit sehr oft in den Alpen unterwegs war und damals schon die Sonnenuntergänge und die Sonnenaufgänge geliebt habe. Wenn es mit Papa früh um 4 los ging auf die Bergtour.

 

Laufen tu ich bei jedem Wetter, egal ob Regen, Schnee oder Hitze. Jedes Wetter hat seine eigene Herausforderung und seinen Reiz. Bei ungemütlichem Wetter sieht man fast niemanden im Wald umher rennen, was ich sehr genieße. Wenn die Temperaturen wärmer werden, werden auch die Leute mehr im Wald. Ich suche mir dann immer neue Streckenabschnitte aus, die weder beschildert noch in irgendeiner Wanderkarte zu finden sind. Das macht es für mich aus, immer wieder ein neues Abenteuer und eine Entdeckungstour daraus zu machen. Ich hoffe, ich kann noch viele Trails erobern und noch viele magische Momente erleben. Auf meinen Hometrails, aber auch im Gebirge

 

 

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