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Rennbericht Crossing Engiadina

Ich hatte mich wieder sehr auf die Schweiz gefreut. Seit meinem letzten Besuch in St. Moritz und der Teilnahme am Engadina Sommerlauf 2020 freute ich mich bereits auf den nächsten Aufenthalt in dieser traumhaften Gegend. Dieses Jahr gab es ein neues Laufformat. Ein 3-Tage Rennen mit dem Namen „Crossing Engiadina“. Gesamt 70km und 3820 Höhenmetern. Für mich das erste Mehrtages Race und dementsprechend aufgeregt war ich als es auf das Laufwochenende zuging.

 

 

Diesmal war ich nicht allein in der Schweiz am Start, sondern reiste mit meiner Kollegin Manuela Dietzinger an. Wir waren im selben Hotel untergebracht wie das On Running Lauf Team und es dauerte kein Frühstück lang, da saßen wir bereits alle gemeinsam an einem Tisch und tauschten uns zum Thema Trailrunning aus. Die Stimmung war hervorragend und alle hatten Bock auf diese neue Herausforderung, drei Tage am Stück auf die Strecke zu gehen. 

Der Teilnehmerkreis für das neue Rennformat war überschaubar. Es waren nur etwa 60 Trailrunner:innen angemeldet. Am selben Wochenende fanden aber noch weitere Bewerbe in St. Moritz statt, wie der Murgau Lauf oder der Klassiker, der Sommerlauf mit fast 600 Startern. Alles zusammen sprach man vom Engiadian Trailrunning Festival und es war wirklich ein Fest. Am See war ein Festivalgelände aufgebaut mit Essensständen, Lounge Bereichen, Massage Station und Bühne, an der Live Akts stattfanden und die tägliche Siegerehrung. Im Starterpaket enthalten waren Essengutscheine für das ganze Eventgelände und die Verpflegung war meiner Meinung nach sensationell! Frisch, lecker und ausreichend. Unbedingt zu erwähnen ist der Eiswagen, der kostenloses Eis verteilte und nach dem Laufen ein absolutes Highlight war. Aber auch die Bowls vom Food Stand des Laudinella Hotels sorgten für den richtigen Energienachschub und schmeckten extrem lecker. Unser Hotel Laudinella war Fußläufig zum Eventgelände und punktete mit dem Frühstücksbuffet und einem Wellnessbereich, der die müden Läuferbeine schneller regenerieren ließ.

Der Tag des Trail 1 war gekommen. Start und Ziel waren direkt in St. Moritz. Annemarie Flammersfeld, Präsidentin im Organisationsteam, begrüßte das Läuferfeld, freute sich nach monatelanger Planung über das Wetter und schickte die zappelnde Meute auf die erste Runde.

Die Route war toll. Schöne Trails, kaum Asphalt und herrliche Natur. Ein steiler Pisten Downhill war noch länger in meinen Oberschenkeln spürbar.

 

Was ich gar nicht bedacht hatte, war die Höhe. Unser höchster Punkt war über 2800m und irgendwie wurde die Luft da oben schon dünner und die Schritte fielen schwer.

Der zweite Tag war mein Favorit. Spektakuläre Landschaft und ein sehr laufbarer Downhill überzeugten hier. An diesem Tag konnte ich Platz 4 in meiner Altersklasse belegen.

Am dritten Tag waren meine Beine bereits gut bedient und die Strecke war hart. Trotzdem war beißen angesagt und ich kämpfte mich durch die 27km und kam glücklich im Ziel an.

 

An den Verpflegungsstationen gab es ausreichend Getränke und Snacks, wobei ich mir den angepriesenen Schweizer Käse für den Zielbereich aufhob (während dem Rennen bleibe ich bei den liquid Gels).

 

Außer einem blauen Zehennagel habe ich alle drei Tage gut überstanden und bin glückselig über diese tolle, neue Erfahrung eines Mehrtagesrennens. Ich freue mich für die Veranstalter, dass alles so gut geklappt hat, das Wetter mitgespielt hat und die Weichen für das kommende Jahr gelegt sind.

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